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2.Was ist Hochbegabung? KonzepteHinter dem Konstrukt Hochbegabung stehen unterschiedliche theoretische Konzepte. Allen Konzepten gemeinsam ist die Abkehr von der Gleichsetzung Hochbegabung = hoher Intelligenzquotient. Neuzeitliche Forschungen gehen von einer Mehrdimensionalität aus, d. h., überdurchschnittliche intellektuelle Fähigkeiten sind nur eine Determinante von Hochbegabung. Auf hohe Akzeptanz stoßen die Modelle von dem niederländischen Entwicklungspsychologen MÖNKS (1990) und dem Leiter der Beratungsstelle für Hochbegabte an der Universität München Professor HELLER.
2.1 Das triadische Interdependenz-Modell von MÖNKS 1990Der niederländische Entwicklungspsychologe stellt ein Modell vor, das auf einem dynamischen Konzept menschlicher Entwicklung beruht. Es untersucht daher in der Praxis nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten, die Kreativität und das Engagement bzw. die Motivation, sondern bezieht auch die Umweltfaktoren vertreten durch die Sozialisationsinstanzen Familie, Schule und Peergroups in die Bewertung der Hochbegabung mit ein. Damit ist Hochbegabung kein statisches Phänomen, sondern veränderlich und beeinflußbar. Psychische Entwicklung auch bei Hochbegabten ist ein dynamischer und lebenslanger Prozeß. Daher müssen hochbegabte Kinder identifiziert und gefördert werden.
2.2 Das Münchner multifaktorielle Begabungsmodell von Heller und Hany, 1993Heller lehnt sich an Gardners "multiples Intelligenzmodell" an. Die einzelnen Begabungsdimensionen werden bestimmten Leistungsbereichen zugeordnet. Eine Leistungsexzellenz auf einem oder mehreren Gebieten kann sich entfalten, wenn nichtkognitive Persönlichkeitsmerkmale, Begabungsfaktoren und Umweltmerkmale harmonisch zusammenwirken. Jegliche Begabung - intellektuell, kreativ, sozial - entfaltet sich nur dann vollends, wenn sie geprägt ist von Verantwortlichkeit, diese Begabung ist nicht nur für sich selbst zu verwenden, sondern auch als Ausdruck der Kommunikation mit anderen.
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