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<--- Begabte Kinder im Kindergarten

1. Was tun wenn...? Rat und Hilfe.

Besonders im Volksschulbereich, hier schwerpunktmäßig in der Grundschule, steigt der Informationsbedarf seitens der Eltern und Lehrer. Beratungslehrer, Schulpsychologen und die Mitarbeiter der Schulberatungsstellen bemühen sich durch Elternberatung, Lehrerfortbildungen und kompetente Diagnostik, dieser neuen Anforderung gerecht zu werden.

Fähigkeiten und Eigenschaften besonders begabter Kinder Konfliktträchtige Handlungsfolgen Pädagogische Handlungsmöglichkeiten
Hohe Informationsrate, gutes Gedächnis Unterforderung im regulären Unterricht; Langeweile, Ungeduld beim Warten auf langsamer Lernende; Stören Anspruchvolles (erweitertes, vertieftes) Angebot, Differenzierung, Vermeiden von Leerlauf und unnötiger Wiederholung
Hervorragendes Verständnis für Probleme und Sachverhalte Abneigungen gegen Wiederholungen verstandener Konzepte; oberflächliche Beziehungen zu weniger befähigten Mitschülern Aufstellen eines anspruchsvollen Lehrplanes; ermöglichen von Kontakten mit intellektuellen Peers (entwicklungsgleichen Kindern)
Breites Interessenspektrum Schwierigkeiten gegenüber gruppenkonformen Aufgaben; hohes Energieniveau; Gefahr sich zu verzetteln Breites und ertieftes Angebot an Gegenständen; Ermutigung, individuelle Interessen und Ideen zu verfolgen
Hohes Sprachniveau Dominanz im (Unterrichts- ) Gespräch; beharren auf Inhalten, die von anderen als "nicht zum Thema gehörend" abgewehrt werden; von anderen als überheblich wahrgenommen Ermunterung zur ausfühlichen sprachlichen Darstellung von Gedanken und Sachverhalten; selbständiges Schreiben
Fähigkeit zu orginellen Lösungen und Ideen Schwierigkeiten bei starren Konformitätszwang; Wiederstand bei autoritären Anweisungen; Gefahr der Verweigerung und Rebellion; von Anderen als "Spinner" abgetan Möglichkeiten zu flexiblem und produktivem Denken einräumen; Ermunterung, sich an der Lösung sinvoller Probleme zu beteiligen
Hohe Sensibilität Grosse Verletzlichkeit gegenüber der Kritik anderer; starkes Bedürfnis nach Erfolg und Anerkennung Lernen, die Gefühle und Erwartungen anderer zu erkennen und zu respektieren
Gefühl des Andersseins, Selbstbewusstsein Selbstisolierung; Gefühl, nicht akzeptiert zu werden; Absinken des Selbstwertgefühls Lernen, mit den eigenen Gefühlen positiv umzugehen
Starkes Bedürfnis nach Übereinstimmung von Sollen und Tun (Etischer Rigorismus), nach Gerechtigkeit; hohe moralische Ansprüche Frustration in Folge geringer Übereinstimmung von Ich und Umwelt; übersteigerter Selbstanspruch; Intoleranz; mangelndes Verständnis seitens der Mitschüler; Zurückweisung Lernen, realistische Ziele zu setzen; lernen, Widerstände und Rückschläge als Teil der eigenen Entwicklung zu akzeptieren; lernen, mit eigenen Fehlern und der Unvollkommenheit anderer fertig zu werden
Ausgeprägter Sinn für Humor, Situationskomik und Ironie Ironie als Mittel, andere zu attakieren; Beeinträchtigung zwischenmenschlicher Beziehungen Lernen, wie das eigene Verhalten, Gefühle ung Verhalten anderer beeinflussen kann
Ausgeprägte Fähigkeit, ökologische und psychosoziale Probleme zu erfassen und zu überdenken Fehlende Möglichkeiten zum konstruktiven Gebrauch; umschlagen in Dominanz und Selbstüberschätzung Verständnis vermitteln für ein demokratisches Denken und Verhalten

<--- Begabte Kinder im Kindergarten